Am 14. Juni 2025 lud der BDF alle Brandenburger AnwärterInnen zur einer Probewaldprüfung in das Landeswaldrevier Breitefenn ein.
Der BDF Vorsitzende Martin Krüger begrüßte siebzehn AnwärterInnen und acht PrüferInnen herzlich und stellte das Prüfungswaldgebiet kurz vor. Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch hier deutlich sichtbar. Alle heimischen Hauptbaumarten zeigen Vitalitätseinbußen.
Der Revierförster Steffen Kalisch prüfte das Fach „Naturschutz“. Hier stellten einige Anwärter fest, dass auch ein vermeintliches leichtes Prüfungsfach seine Tücken hat. Denn auch die rechtssichere Umsetzung der FFH-Richtlinien sollte heute zum Handwerkzeuges jedes Försters gehören.
Anne Bauer, Revierförsterin vom Stadtwald Lübben, ließ sich von den AnwärterInnen einen Kieferaltholzbestand mit einem flächigen Traubeneichenvoranbau beschreiben. Die Schätzungen des Vorrates und der Bestandeshöhe klappten schon recht gut.
Im gleichen Bestand mussten die AnwärterInnen dem zuständigen Revierleiter geeignete Holzernteverfahren erläutern. Dabei wurde beobachtet, dass sich die Ausbildung in diesem Teilgebiet deutlich verbessert hat. So war sogar noch etwas Zeit, über die Dumpinglöhne in der maschinellen Holzernte zu diskutieren.
Die beiden Jungfacharbeiter, Julian Schmidt und Fabio Krüger, prüften das Fach Pflanzung. Es war für alle eine Bereicherung, dass sich junge Forstleute ungezwungen über dieses aktuelle Thema und speziell über Prüfungssituationen austauschen konnten.
Das Thema Waldschutz darf in Brandenburg auf keinen Fall fehlen. So erfragte Dr. Christian Heimpold mit seinem breiten forstlichen Wissen und mit viel Einfühlungsvermögen den Wissensstand der jungen Forstleute auf diesem umfangreichen Fachgebiet.
Anika Marquardt, eine Anwärterin aus dem Vorjahr, ließ sich die Aushaltung eines Kiefernstammes und die fachgerechte Aufnahme des ISN-Polters erläutern. Ihre offene und freundliche Art schaffte ein sehr angenehmes Prüfungsklima.
Das Fach Hoheit testete der erfahrene Hoheitsförster Uwe Birlem. Hier musste ausführlich das Themengebiet „Waldsperrungen“ erläutert werden. Viele AnwärterInnen zeigten schon ein gutes rechtliches Verständnis.
Unser Referendar Till Seime betreute in seiner ruhigen Art die frisch angelegte Bodengrube. Vielleicht ist es ihm etwas gelungen, den Schrecken vor diesem Prüfungsfach zu nehmen.
Am Ende des Tages wertete der Revierleiter Martin Krüger mit seinen fleißigen PrüferInnen die Probewaldprüfung kurz aus und bedankte sich bei allen TeilnehmerInnen.
Es bleibt festzustellen, dass es den BDF gelungen ist, dass Prüfungsteam zu verjüngen. Wir rufen schon jetzt alle Mitglieder auf, die nächste Waldprobeprüfung zu unterstützen.
Wir wünschen unseren AnwärterInnen eine erfolgreiche Prüfungszeit und einen guten Start ins Berufsleben.